Grundsätzlich war die Idee von Judy's Travel Blog zeitgemäss, leider aber nicht für ein Land wie Myanmar. Die Informationen sind nur in eine Richtung, nämlich IN das Land, aber leider nicht AUS dem Land geflossen. Wir hatten zwar Sateliten TV, aber leider ganz selten Internet-Zugang. Meistens war das Internet tagelang durch die Regierung blockiert, dann wieder einzelne Seiten wie gmx oder eben der Blogspot. Wenn dann mal der Zugang funktioniert hat, dann hatten wir mit Stromunterbrüchen im Minutentakt und wieder mit Timeouts wegen langsamen Leitungen zu kämpfen. International Telefonieren ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, eine Minute nach Europa kosten ca. 8 US$, wobei auch die erste Minute bei einem fehlgeschlagenen Versuch berechnet wird, was häufiger vorkommen soll, als die erfolgreichen Versuche. So haben wir das Telefonieren gar nie versucht, da natürlich das Handy-Roaming auch nicht funktioniert hat. Auf diese Weise waren wir 4 Wochen praktisch in einer anderen Welt. Diese Welt ist aber anders als in der westlichen Welt dargestellt, aber es würde hier die Grenzen sprengen dies alles hier zu erlaeutern, vieles werden wir in den Gesprächen mit Euch erzählen.
Jetzt aber zu unseren Erlebnissen:
Am Sonntag, 21.10. flogen wir mit Thai Airways via Bangkoks neuen Flughafen nach Yangon, wo wir von einer Angestellten von Air Mandalay (einer der 3 privaten burmesischen Fluggestellschaften) empfangen wurden, die uns die über Internet bestellten Flugtickets für die Inlandflüge überbrachte. Diese mussten wir bei der Übergabe cash bezahlen, wie alles in diesem Land bar bezahlt werden muss (keine Kreditkarten oder Traveller-Schecks). Mit diesen Tickets gings gleich 90 Min. später vom nationalen Terminal, welches wir mit einem kurzen Fussmarsch erreichten, weiter. Beim einchecken in diesem Terminal fühlten wir uns dann in die erwähnte andere Welt versetzt. In einem besseren Güterschuppen wurden wir aber äusserst effizient und freundlich eingecheckt. Ein persönlicher Assistent begleitete uns durch die verschiedenen Schalter und Kontrollen, was bei uns nur 1. Klasse-Passagiere geniessen können. Übrigens beförderte uns Bagan Air zum ersten Ziel, da der Flug von Air Mandalay ein paar Tage im Voraus wegen fehlender Touristen gestrichen wurde, was uns aber schon per Mail mitgeteilt worden ist. Anscheinend ist das hier üblich und auch völlig problemlos, von der einen Gesellschaft auf die andere umzusteigen, und es funktioniert auch bestens, was wir auch später noch merken sollten.
Somit flogen wir mit einem älteren Flugzeug, welches hier anscheinend zur neusten Flotte gehören soll, nach Heho am Inle Lake im Herzen des Landes. Mit dem Taxi gings ein einer einststünigen Fahrt zum 30 km entfernten Inle See. Anhand Entfernung und Zeit könnt Ihr den Strassenzustand erahnen. Danach gings mit einem Longboat zum Hotel Inle Resort, dessen Bungalows auf Stelzen direkt am See liegen. Vom deutschen Manager persönlich begrüsst (und dann auch noch mit vielen wertvollen Tips versorgt, vielen Dank!) gings in die via Internet gebuchte Royal Villa und tatsächlich bekamen wir das schönste Bungalow der ganzen Anlage!
Von den ca. 40 Zimmern/Bungalows waren nur 2 belegt (auch das eine Auswirkung des ausbleibenden Tourismus), so dass wir für die nächsten 3 Nächte das Resort und das Restaurant für uns alleine hatten.

Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Longboat und besuchten rund um den See verschiedene Tempel, Klöster und Pagoden.
Dabei hatten wir ausserdem das Glück, der einmal jährlich stattfindenden Boot-Prozession zum Vollmondfest beizuwohnen, bei welcher Buddah-Figuren per Boot von einem Dorf zum nächsten gefahren werden:
Der See ist bekannt für die "Einbein-Ruderer", aber auch für seine schwimmenden Felder und Tomatenplantangen. Von hier aus wird ganz Myanmar mit Gemüse versorgt.
Am zweiten Tag am Inle See besuchten wir die Pageodenlandschaft Kakku im Gebiet der ehtnischen Minderheit der Pa Oh.
Dabei konnten wir auch hübsche Dörfer und einen lokalen Markt besuchen. Auffallend war die stabile Bauart der Häuser und Hütten, die aus Teakholz und Bambusmatten gebaut sind. Dies war für uns doch eher überraschend, da wir in anderen asiatischen Ländern doch eher lotrige Wellblech- oder Lehmhütten gesehen haben. Auf der Rückfahrt machten wir einen Stop bei der einzigen "richtigen" Winary von Myanmar, auch diese wie viele andere Unternehmen unter deutschem Management. Wir hatten ein längeres, sehr interessantes Gespräch mit dem Manager über Wein, Land und Leute und konnten einen zu unserer Überraschung sehr guten Wein degustieren.
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