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Dienstag, 8. April 2008

Myanmar: Zusammenfassung

Mit diesem letzten Eintrag beschliessen wir die Berichte zu Myanmar und stellen nochmals das Wichtigste zusammen:


Facts & Figures
Hauptstadt: Pyinmana
Staatsform: Militärregime
Fläche: 678.000 km2
Bevölkerung: 42,7 Mio
Sprache: Burmanisch
Religionen: 89% Buddhisten, 4% Christen, 4% Muslime, u.a.
Währung: Kyat (MMK)
Telefonvorwahl: +95
Zeitzone: MEZ +5,5h (je nach Sommer-/Winterzeit)
Internet: .mm




Relatet Links:
Wikitravel über Myanmar
Inle Lake: Inle Resort
Inle Lake: Myanmar Vineyard
Bagan: Bagan Hotel River View
Bagan: Balloons over Bagan
Schiff von Bagan nach Mandalay: Pandaw 1947
Mandalay: Hotel Mandalay City
Mandalay: The Moustache Brothers
Ngapali Beach: Bayview Hotel
Yangon: Hotel Savoy
Yangon: Restaurant Le Planteur


Unsere Route:
Rangoon
Flug --> Inle Lake
Auto --> Mt. Popa --> Bagan
schönes Schiff --> Mandalay
Auto --> Monywa und Umgebung Mandalay
Flug --> Bahmo, retour mit staatl. Schiff nach Mandalay
Zug --> Hispow
Flug --> Ngapali Beach
Flug--> Rangoon










Buchtip:
Tage in Burma, George Orwell, ISBN 978-3-257-20308-0
Myanmar, Stefan Loose Verlag, ISBN: 3770161629
Myanmar, Lonely Planet, ISBN: 1740596951

Montag, 19. November 2007

Myanmar Teil 1: Einleitung, von Yangon bis Inle Lake

Grundsätzlich war die Idee von Judy's Travel Blog zeitgemäss, leider aber nicht für ein Land wie Myanmar. Die Informationen sind nur in eine Richtung, nämlich IN das Land, aber leider nicht AUS dem Land geflossen. Wir hatten zwar Sateliten TV, aber leider ganz selten Internet-Zugang. Meistens war das Internet tagelang durch die Regierung blockiert, dann wieder einzelne Seiten wie gmx oder eben der Blogspot. Wenn dann mal der Zugang funktioniert hat, dann hatten wir mit Stromunterbrüchen im Minutentakt und wieder mit Timeouts wegen langsamen Leitungen zu kämpfen. International Telefonieren ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, eine Minute nach Europa kosten ca. 8 US$, wobei auch die erste Minute bei einem fehlgeschlagenen Versuch berechnet wird, was häufiger vorkommen soll, als die erfolgreichen Versuche. So haben wir das Telefonieren gar nie versucht, da natürlich das Handy-Roaming auch nicht funktioniert hat. Auf diese Weise waren wir 4 Wochen praktisch in einer anderen Welt. Diese Welt ist aber anders als in der westlichen Welt dargestellt, aber es würde hier die Grenzen sprengen dies alles hier zu erlaeutern, vieles werden wir in den Gesprächen mit Euch erzählen.

Jetzt aber zu unseren Erlebnissen:

Am Sonntag, 21.10. flogen wir mit Thai Airways via Bangkoks neuen Flughafen nach Yangon, wo wir von einer Angestellten von Air Mandalay (einer der 3 privaten burmesischen Fluggestellschaften) empfangen wurden, die uns die über Internet bestellten Flugtickets für die Inlandflüge überbrachte. Diese mussten wir bei der Übergabe cash bezahlen, wie alles in diesem Land bar bezahlt werden muss (keine Kreditkarten oder Traveller-Schecks). Mit diesen Tickets gings gleich 90 Min. später vom nationalen Terminal, welches wir mit einem kurzen Fussmarsch erreichten, weiter. Beim einchecken in diesem Terminal fühlten wir uns dann in die erwähnte andere Welt versetzt. In einem besseren Güterschuppen wurden wir aber äusserst effizient und freundlich eingecheckt. Ein persönlicher Assistent begleitete uns durch die verschiedenen Schalter und Kontrollen, was bei uns nur 1. Klasse-Passagiere geniessen können. Übrigens beförderte uns Bagan Air zum ersten Ziel, da der Flug von Air Mandalay ein paar Tage im Voraus wegen fehlender Touristen gestrichen wurde, was uns aber schon per Mail mitgeteilt worden ist. Anscheinend ist das hier üblich und auch völlig problemlos, von der einen Gesellschaft auf die andere umzusteigen, und es funktioniert auch bestens, was wir auch später noch merken sollten.
Somit flogen wir mit einem älteren Flugzeug, welches hier anscheinend zur neusten Flotte gehören soll, nach Heho am Inle Lake im Herzen des Landes. Mit dem Taxi gings ein einer einststünigen Fahrt zum 30 km entfernten Inle See. Anhand Entfernung und Zeit könnt Ihr den Strassenzustand erahnen. Danach gings mit einem Longboat zum Hotel Inle Resort, dessen Bungalows auf Stelzen direkt am See liegen. Vom deutschen Manager persönlich begrüsst (und dann auch noch mit vielen wertvollen Tips versorgt, vielen Dank!) gings in die via Internet gebuchte Royal Villa und tatsächlich bekamen wir das schönste Bungalow der ganzen Anlage!
Von den ca. 40 Zimmern/Bungalows waren nur 2 belegt (auch das eine Auswirkung des ausbleibenden Tourismus), so dass wir für die nächsten 3 Nächte das Resort und das Restaurant für uns alleine hatten.




Am nächsten Tag mieteten wir uns ein Longboat und besuchten rund um den See verschiedene Tempel, Klöster und Pagoden.

Dabei hatten wir ausserdem das Glück, der einmal jährlich stattfindenden Boot-Prozession zum Vollmondfest beizuwohnen, bei welcher Buddah-Figuren per Boot von einem Dorf zum nächsten gefahren werden:


























Der See ist bekannt für die "Einbein-Ruderer", aber auch für seine schwimmenden Felder und Tomatenplantangen. Von hier aus wird ganz Myanmar mit Gemüse versorgt.








Am zweiten Tag am Inle See besuchten wir die Pageodenlandschaft Kakku im Gebiet der ehtnischen Minderheit der Pa Oh.












 

Dabei konnten wir auch hübsche Dörfer und einen lokalen Markt besuchen. Auffallend war die stabile Bauart der Häuser und Hütten, die aus Teakholz und Bambusmatten gebaut sind. Dies war für uns doch eher überraschend, da wir in anderen asiatischen Ländern doch eher lotrige Wellblech- oder Lehmhütten gesehen haben. Auf der Rückfahrt machten wir einen Stop bei der einzigen "richtigen" Winary von Myanmar, auch diese wie viele andere Unternehmen unter deutschem Management. Wir hatten ein längeres, sehr interessantes Gespräch mit dem Manager über Wein, Land und Leute und konnten einen zu unserer Überraschung sehr guten Wein degustieren.

Sonntag, 18. November 2007

Myanmar Teil 2: Bagan

Nach dem Besuch des Inle Sees fuhren wir mit dem Jeep des Hotels und dessen Chauffeur früh morgens los zum 8 Stunden entfernten Mt. Popa. Das ist ein erloschener Vulkan in der Nähe von Bagan an dessen Fuss ein Kloster hoch oben auf einem Felsen trohnt.

Wir konnten im Hotel vis a vis, ebenfalls auf einem gleichhohen Hügel, mit dem bestem Blick auf das Kloster, nächtigen.

Auch hier waren wir 2 von 4 Gästen und konnten das schönste Bungalow aussuchen. Wir genossen den restlichen Nachmittag im Pool mit Sicht auf das Kloster. Von weitem bietet sich allerdings der weitaus bessere Anblick, als aus der Nähe. Die 777 Stufen hinauf zum Kloster geht man barfuss durch alle Hinterlassen-schaften einer riesigen Affenkolonie, welche einem zeitweise auch recht agressiv begleiten. Oben angekommen, macht das Kloster den Eindruck als hätte es seine besten Jahre hinter sich und somit rasch wieder zurück nach unten, Füsse waschen.

Anschliessend geht es noch eine Stunde mit dem Auto weiter nach Bagan, einer von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Gegend. Wir checken im traditionellen, direkt am Ayarwady gelegenen Hotel Bagan ein (alle unsere Hotellinks, sind unter den Related Links aufgeführt).
Von hier aus haben wir in den nächsten 3 Tagen auf dem Pferde-wagen fant-astische Pagoden und Tempel, von denen es etwa 2400 gibt, besucht. Obligatorisch geht es abends jeweils zum Sonnenuntergang mit der Pferdekutsche ins Pagodenfeld. Überall sind natürlich die Souvenirverkäufer, die im Moment wegen der fehlenden Touristen ein schweres Leben haben. Doch trotz diesen schwierigen Verhältnissen, sind sie sehr freundlich und lassen ein "nein, danke" gelten (ganz im Gegensatz zu anderen Ländern).
Am dritten Tag in Bagan durften wir am frühen Morgen unser erstes Highlight erleben. Bei Sonnen-aufgang schwebten wir im Heissluft-Ballon über Tempel und an Pagoden vorbei. Das war ein fantstisches Erlebnis diese Pagodenlandschaft mit der aufgehenden Sonne zu erleben!

Nach 4 Nächten in Bagan schifften wir uns auf der "Pandaw 1947" ein. Die 3-tägige Flussfahrt auf dem Ayarwady von Bagan nach Mandalay war das zweite Highlight. In gediegener Atmosphähre zieht Land und Leute an einem vorbei.

Samstag, 17. November 2007

Myanmar Teil 3: Mandalay

In Mandalay besichtigten wir mit Trishaw (dreirädriges Velo) und kleinen 3-rädrigen Taxis, Kloester, Tempel und Pagoden. Mandalay ist die zweit grösste Stadt Myanmars und erstmals sahen wir auch verdreckte Strassen und alles was eine asiatische Stadt mit sich bringt. Von Mandaly aus organisierten wir sternförmige Mehrtagestouren, was den Vorteil hatte, dass wir einen grossen Teil des Gepäcks im Hotel lassen konnten. Wegen der tiefen Auslastung konnten wir das Zimmer während 10 Tagen belegen, mussten aber nur die 5 tatsächlichen Übernachtungen bezahlen. Während diesen 10 Tagen sahen wir verschiedene Touristengruppen, sodass auch die Hotenauslastung von 5-10% auf ca. 30% anstieg. Der erste 2-tägige Ausflug ging mit dem Taxi Richtung Westen nach Monywa.


Als erstes wohnten wir einer "Donation Ceremony" bei, bei welcher Spender einem Klosten und ihren Mönchen Essen verteilen. Das ist ein grosses Ereigniss, welches eventmässig aufgezogen wird, inkl. Touristen...

In Monywa besichtigten wir eine Tempelanlage mit mehr als 500'000 Buddahfiguren. All diese kleinen Figürchen waren ebenso interssant anzusehen, wie der nicht weit entfernt liegende Buddah von 120m Länge. Gleich dahinter wird ein riesiger stehender Buddah gebaut, welcher mit 180m Höhe die Gegend überragt. Kurz vor der Fertigstellung ist er noch vollständig im Bambusgerüst, er ist ja auch "erst" 11 Jahre im Bau.













Am zweiten Tag besuchten wir kleine Höhlen und fuhren dabei an einer gigantischen, staatlichen Kupfermine vorbei. Von weitem sah man die riesigen Kipper des staatlich Abbaus und im Vordergrund die primitiven Hütten der privaten Abbauer.

Auf dem Heimweg besuchten wir ein Pagodenfest, was bei uns etwa mit einer Chilbi verglichen werden kann. Die Karusells waren vom vorletzten Jahrhundert und auf dem Riesenrad kletterten Wagemutige wie Artisten auf dem Gestänge herum und Teenager lassen sich das Bild von Aung San (der Vater von Aung San Su Kji wird im ganzen Land als Volksheld verehrt) auf den Arm tätowieren.


Der zweite Ausflug war Rogers Wunsch und Judith wir diesen nie mehr vergessen. Es ging mit dem Flieger gegen Norden. Am Morgen mussten wir um 6.30h am Fughafen sein, auf den Tickets war jedoch keine Aflugzeit notiert. Auf der 1-stuendigen Taxifahrt zum Flughafen hielt der Fahrer plötzlich im Dunkeln an und ging auf eine Hütte zu. Nach ein paar Minuten und schon ungeduldig, merkten wir, dass er auf dem Schwarzmarkt noch ein paar Liter Bezin kaufen musste. Einige Miunten später wiederholte sich das Gleiche mit Oel nachfüllen. Mit horrendem Tempo bretterten wir genau um 6.30 auf den Flugfen zu. Wir trafen so ziemlich genau mit den Flughafenangestellten ein, die grosse Anzeigetafel war noch nicht in Betrieb und uns wurde geheissen wir sollen in der grossen Halle doch mal platz nehmen. Es war ca. 7.30h und die ersten Gäste wurden zum check-in aufgerufen aber unser Flieger war nicht dabei. Auf drängen von Judith fragte Roger mal nach ob wir auch einechecken konnten uns siehe da, wir konnten. Übrigens sollten wir mit der staatlichen Gesellschaft fliegen, wovon alle Reiseführer abraten, aber nur dieser flog an den gewünschten Ort, Bahmo, nahe der chinesichen Grenze. Alle Fluggäste werden in denselben Warteraum gebeten und per Bussen zu den Fliegern gebracht, obwohl der neue Flughafen zwar etwa 10 Gates und sogar Fingerdocks hat.... In der Wartehalle hatte es sogar einen Bildschirm in Betrieb und so sahen wir endlich unsere Abflugzeit> 8.10h. Nach diversen Bildschirm-Updates und nachdem alle anderen, nach uns aufgelisteten Flüge weg waren waren auch wir mit 1 1/2h Verspätung dran. Auffallend war, dass die paar wenigen Propellerflieger nur mit einem Propeller auf dem Rollfeld umherfuhren und den zweiten Prpeller erst kurz vor Abflug starteten, vermutlich um teuren Sprit zu sparen. Hier sei erwaehnt, dass jedoch alle in dem Land extrem pünktlich und gut organisiert ist, es sei denn es ist staatlich...
In Bahmo angekommen, waren wir etwa 5 Personen die ausstiegen, die anderen flogen weiter in den Norden und wir waren die einzigen Westler im Flugzeug. Zu Fuss gings vor den Flughafen (durch ein besseres Gartentor) doch war weit und breit kein Taxi zu finden. So machten wir uns zu Fuss Richtung Zentrum auf den Weg (5km). Unterwegs sahen wir eine kleine Kriche und hörten Glockgeläut, ungewöhnlich in dieser Gegend. Das Läuten kam jedoch nicht vom Turm sondern aus dem Garten. Da musste Roger einfach nachsehen und sah einen Mann der mit einem Holzstock auf eine leere Gasflasche schlug. Wir konnten eine vorbeifahrende Trishaw anhalten das uns dann doch zum Hotel fuhr. Die Befürchtungen von Judith von einem dreckigen kleinen Guesthouse traf zum Glück nicht ein. Wir machten einen kleinen Dorfrundgang und kauften die reservierten Tickets für die 2- tägige Flussfahrt zurück Richtung Mandalay (der Weg ist das Ziel). Wir leisteten uns eine First-Class-Cabin mit AC, was wir dann bekamen ist was anderes.... Am nächsten Morgen gings mit dem Pferdewagen zur Anlegestelle. Da wir wussten, dass es eine staatliche Fähre ist, waren wir auf vieles vorbereitet, aber die Kabine übertraf wirklich die kühnsten Erwartungen!
Dreckig und stinkig und auf dem ganzen Schiff keine Sitzgelegenheit ausser dem völlig verdreckten und verspuckten Boden. Roger genoss die schöne Landschaft und Judith las die meiste Zeit auf dem Bett, versuchte so die Realität auszublenden und fürchtete sich vor der Nacht in diesem Loch. Natürlich musste sie auch noch die Ratte entdecken, die durch unsere Kabine huschte. Am Abend als das Licht ausgeschaltet wurde kamen zudem dutzende Heuschrecken in die Kabine. Da sie nichts sahen, krachten sie immer gegen die Wand und vielen auf unser Bett. Nüchtern betrachtet hatte es auch was Gutes, denn Judith wolle auch nach über 20 Jahren noch immer in Rogers Armen schlafen, die Stimmung hätte jedoch besser sein können... ;-). Als dann auch noch die Ratten durch die Kabine jagten, hat auch Roger auf dem Bett die Füsse angezogen. Auf jeden Fall waren wir froh als es wieder Tag wurde und wir die Kabine verlassen konnten... ach ja, natuerlich war die fehlende AC das kleinste Problem...
Zurück in Mandalay hatten wir aber zuerst Lust auf ein richtig deftiges "Westler-Essen" und ab gings in das beste Hotel am Platz. Wir freuten uns auf Burger und Pommes, aber es war das absolut schlechteste Essen auf der ganzen Reise.... Am nächsten Tag gings auf den letzten Trip Richung Osten in die Berge. Jedoch nicht mit dem Zug um 4.30h wie ursprünglich geplant (Judith hatte noch etwas gut von der Schiffsreise) sondern mit dem Taxi, dies hatte auch den Vorteil, dass wir unterwegs noch ein paar Dinge wie Wasserfall, etc. ansehen konnten. In Hsipo angekommen übernachteten wiederum in einem hübschen Guesthouse, welches auch viele Ausflüge organisert. Um 5h früh am nächsten Morgen ging es auf den Morgenmarkt, wo die Frauen aus dem Shan-Gebiet mit Kerzen ihr zahlreichen Waren (Fisch, Fleisch, Gemüse etc.)feilbieten. Nach dem Frühstück ging es dann per Zug zurück Richtung Mandalay, was wiederum ein Highlight war. Die First-Class hatte sogar bequeme Sitze, wir plauschten mit den Schaffnern über die Champions Leage und fuhren durch wunderschöne Landschaften. Bei den diversen Halten gab es immer viel zu sehen, vor allem das hektische Treiben der Verkäufer. Von Händlern kauften wird Nudeln und haben es, im Gegensatz zum Westler-Food, überhaupt nicht bereut.

Der Zug überquerte auch den berühmten Gokteik-Vidukt, der ein wirkliches Wunderwerk und bei seiner Erstellung um die Jahrhundertwende der zweithöchste der Welt war.




Auf halber Strecke in Phy Oh Lyn, einem kolonialen Ort in den Bergen aus und übernachteten nochmals bevor wir am nächsten Tag per Taxi zurück nach Mandalay fuhren.

Selbstverständlich ist Mandalay selber auch nicht zu Kurz gekommen bei den Besichtigungen: Mandalay Hill, der Palace, die U-Bein-Bridge (längste Teakholzbrücke) die zweitgrösste Glocke der Welt von Mingun und vieles mehr.

















Auf keinen Fall durfte aber der Besuch bei den "Mous-tache Brothers" fehlen. Diese Comm-ediants führen regierungs-kritisches Theater auf, für welche 2 der 3 Brüder schon für Jahre im Gefängnis sassen. Erst 2 Tage vor unserem Besuch wurde die Nummer eins der Gruppe, Par Par Lay, wieder aus dem Gefängniss entlassen, nachdem er am 25.9.07 im Rahmen der grossen Ausschreitungen verhaftet wurde. Mittlerweile wird die Truppe mehr schlecht als recht von der Regierung geduldet ua. auch wegen der zwischenzeitlich auch internationalen Bekanntschaft via die Medien, zB. werden sie im Film "About a boy" erwähnt. Kleine Episode am Rande: Judith war es so schlecht an dem Abend, dass sie sich neben dem Theater übergeben musste, wobei Ihr Par Par Lay den Rücken massiert hat...

Freitag, 16. November 2007

Myanmar Teil 4: Ngapali Beach

Von hier gings weiter mit dem Flugzeug an das Bengalische Meer, an die Ngapali Beach. Doch so einfach wie geplant war das nicht. Der gebuchte Direkt-Flug war mal wieder gestrichen worden und wir wurden auf eine Maschiene via Yangon und Sittwe umgebucht. Anstatt 90 Min. waren wir den ganzen Tag unterwegs und kamen erst im Dunkeln am Strand an.
Trotzdem genossen wir die folgenden 4 Tage am herrlichen Palmenstrand, der einer der schönsten ist, den wir je gesehen haben.














Leider waren die Tage 3 und 4 bewölkt (mit ca. 30 Grad auch nicht mehr so heiss, wie sonst mit ca. 35 Grad) und das Meer sehr rauh, was sich als ein Ausläufer der Zyklons Sidre in Bangladesch herausstellte, wie wir über TV erfuhren. Überhaupt war die "Info-Versorgung" per TV immer gut, CNN, BBC, Deutsche Welle etc. waren immer über Satelit immer erhältlich.
Bei der Rückbestätigung des letzten Fluges vom Beach nach Yangon: schon wieder Rerouting via Sittwe, was uns jetzt aber wirklich langsam zuviel wurde. Nach Reklamation im Büro der Fluggesellschaft wurden wir locker von Air Mandalay auf Air Bagan (Direktflug) ohne Kosten umgebucht... das soll mal einer in der Schweiz versuchen... So hatten wir den Nachmittag zur Besichtigung der Hauptstadt zur Verfügung.

Donnerstag, 15. November 2007

Myanmar 5 und letzter Teil

In Yangoon angekommen, kühlten wir uns jedoch bei 34 Grad zuerst im Pool des wunderhübschen Boutique-Hotels im Kolonial-Styl ab bevor es zur Besichtigung der berühmten Schwedagon-Pagode ging.
Es wird geschätzt, dass etwa 6 Tonnen Blattgold an ihr kleben sollen... Blattgold ist reines Gold, das von Hand in mehrstündigen, harter Arbeit zu hauchdünnen Blättchen geschlagen wird. Die Pagode ist die wichtigste und auch die eindruckvollste von Myanmar und man kann sich lange Zeit darin verweilen, einfach dasitzen und den vielen Menschen zuschauen. Zur Zeit sind aber tatsächlich nur wenige Möche zu sehen.


Am Abend ein letztes Highlight unserer Reise: es ging zum Essen ins "le Planteur" welches von einem Walliser geführt wird und eine wirkliche Oase darstellt: mitten in der Stadt ein grosser Garten eines Kolonialhauses mit BBQ und Chillout-Musik (Calltrade-mässig)... traumhaft!!! Dieser Tip, wie auch einige andere hatten wir Andrea zu verdanken, bei welcher wir uns ganz herzlich bedanken wollen!!

Am zweitletzten Tag unserer Reise besuchten wir noch die Sule Pagode, die inmitten eines Verkehrskreisels, umgeben von Läden steht. Ausserdem haben wir uns auf dem Markt noch mit ein paar Souvenirs eingedeckt. Leider hat sich Roger nicht an die gebratenen Zirkaden getraut, aus Furcht vor Montezumas Rache.... ist auch nicht mehr so Wagemutig, der Gute... ;-)
Wenn bis dahin die Reise eher noch nostalgisch war (Oldtimer, Pferdekutschen, Schiffe, Zug), merkt man, dass in der Stadt die traditionellen Dinge, wie Kleidung, etc. langsam abnehmen. Statt Longis (langes Wickeltuch) werden Hosen und Minijupes getragen und die Jugend kommt im Hip Hop-Styl daher. Jedoch haben wir bei einigen Touristen noch ein paar Ahs und Ohs hervorgerufen, als wir mit einem Mercedes 190 im Hotel vorfuhren, der bei uns als Oldtimer meistens nur noch im Museum vorkommt.
Am letzten Tag besuchten wir noch die beiden letzten Pagoden unserer Reise und das Nationalmuseum, bevor es am Abend wieder zurück in die kalte Schweiz ging.
Beim Anflug auf Kloten meldete sich der thailändische Pilot mit den Worten: "Temperature in Zurich minus 7, take care to your health!"

Alles in allem ist Myanmar ganz sicher eine Reise wert und hat viel zu bieten: landschaftlich, kulturell und vor allem die Bevölkerung. Die Lage im Lande ist sicher vielschichtig zu betrachten und die Meinung sollte nicht nur aufgrund von westlichen Medienberichten gebildet werden. Wir können die Reise auf jeden Fall empfehlen und die Bevölkerung hat uns dies auch mit ihrer Gastfreundschaft bestätigt.

Freitag, 10. August 2007


...noch ist es nicht soweit.

Am 21.10.2007 brechen wir auf für 4 Wochen durch das wunderschöne Myanmar (vormals Burma).

Wir werden in Yangon einreisen, wo wir sicher die Schwedagon Pagode besichtigen werden:

Weiter geht es nach Bagan, wo uns eine Balonfahrt und wunderschöne Tempelanlagen erwarten.
Auf dem Ayeyarwaddy geht es mit dem Schiff von Bagan nach Mandalay:Die Zeit in Mandalay werden wir mit Ausflügen in die Umgebung und hoffentlich einer Zugreise in den Norden verbringen.

Am Schluss hoffen wir noch mind. 4 Tage am Strand von Ngapali Beach im Südwesten den Landes verbringen zu können.


Sobald wir die ersten Eindrücke gesammelt haben, werden wir sie Euch hier mitteilen!

Take care
Judith